TONHOF umschreibt einen Ansatz für eine Reihe von szenischen Bühnen-Projekten, die ich zusammen mit Musikern durchgeführt habe. Für bestehende Musikstücke (alte und neue Musik) sollten raumbezogene Inszenierungen mit Licht, Video und skulpturalen Elementen geschaffen werden.
Als schon wieder ein transdiszplinäres, interdisziplinäres, spartenübergreifendes, grenzüberschreitendes, gattungsübergreifendes crossover-Projekt ?
Diese Begriffe sind nützlich für Internet-Suchmaschinen, mich interessiert aber hier eine andere Grenze: die Grenze zwischen Realität und Fiktion auf der Bühne. Mir scheint, als würden viele musikalische Aufführungen immer noch von einer geradezu weihevollen und damit höchst realen Stimmung begleitet. Ich vermute, dass dieser Eindruck mit dem Wunsch vieler Musiker zusammenhängt, möglichst "neutral" auf der Bühne zu erscheinen. Musik pur. Aber nichts ist auf einer Bühne auffälliger, als das Neutrale.
Ich wünsche mir eine gestaltete Bühne, von der eine bestimmte Stimmung ausgeht. Eine Stimmung, die entsteht, wenn jemand eine Geschichte erzählt, ohne dabei an Geschichten zu denken. Eine musikalische Erzählung, die nicht ausschliesslich auf narrative Mittel angewiesen ist.
Ich hoffe, dass die Projekte auf diesen Seiten zu neuen Ideen anregen und freue mich über Anregungen, Kritik und Vorschläge.
Peter Vittali